Zucker für die Schweiz – seit 1906

Karl Schärer und Jakob Kopp brauchten eine gehörige Portion Mut, um im Jahre 1906 die Zuckermühle Rupperswil zu gründen: Trockenheit und Kriegsunsicherheit trieben den Zuckerpreis in die Höhe, und auch die Aussichten für die Zukunft waren alles andere als rosig. Trotzdem konnte sich die Zuckermühle schnell als Anbieterin von gemahlenem Zucker und Würfelzucker sowie als Zwischenhändlerin behaupten. Seit 1909 besteht ein eigener Bahnanschluss, und noch heute wird der Zucker hauptsächlich per Bahn in die Zuckermühle Rupperswil transportiert.

1923 eröffnete das junge Unternehmen eine Filiale in Egnach/ Steinebrunn. Sie diente vor allem der Bedienung der Ostschweizer Kunden und war früher ein idealer Annahmeort von losem Zucker, zum Beispiel aus der ehemaligen Tschechoslowakei.

Im Zweiten Weltkrieg rationierte die Schweiz den Zucker. Der Zuckerhandel wurde unterbunden, und die Fabrikation musste stark gedrosselt werden. Mit Mahlen und Dörren von Früchten und Gemüse konnte die Zuckermühle überleben. Nach dem Krieg wurde die Zuckerrationierung wieder aufgehoben. In der Folge mussten Geschäftsverbindungen wieder neu geknüpft werden.

1956 wurde die Filiale Muttenz-Auhafen (BL) in Betrieb genommen. Der direkte Anschluss an den Rhein erlaubt die Löschung von Zuckerlieferungen direkt aus den Rheinschiffen in die Zuckermühle.

In den letzten 20 Jahren liess sich das Unternehmen nach den wichtigsten Qualitätsnormen zertifizieren, und im Jahr 2009 wurde beim Hauptsitz in Rupperswil ein Hochregallager mit 4400 Palettenplätzen gebaut.

Im Januar 2011 konnte die ZUMAR AG übernommen und in die Zuckermühle Rupperswil integriert werden. Die Tochterfirma ist führend im Bereich der Zuckerportionen und verfügt über ein einzigartiges Know-how.

Seit Januar 2011 wird die Zuckermühle Rupperswil von Max Schärer geführt, einem Urenkel des Firmengründers Karl Schärer.

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